Es ist Freitagmorgen als gegen 9 Uhr mein Telefon klingelt. Als ich den Anruf entgegen nehme, meldet sich eine freundliche Stimme der POM Redaktion und teilt mir mal ebenso mit, dass ich ein Startplatz meiner Wahl beim Cologne Triathlon Weekend gewonnen habe. Meine noch müden Augen (als Student ist 9 Uhr morgens schon noch recht früh) weiteten sich schlagartig und die letzte Müdigkeit entwich meinem Körper. Augenblicklich fiel mir ein, dass ich vor einigen Wochen an einem Gewinnspiel von POM und Triathlon.de teilnahm welches zwei Startplätze zu eben jenem Triathlonevent verloste. Ich war also einer der glücklichen Gewinner! Kaum zu glauben. Da die Distanz frei auswählbar war, musste ich mir erst mal im Klaren darüber werden, über welche Strecke ich an den Start gehen wollte. Dies ist beim Cologne Triathlon Weekend gar nicht so einfach, da beinahe jede der gebräuchlichen Triathlon Distanzen angeboten wurde. Da die Benachrichtigung über den Gewinn des Startplatzes relativ kurzfristig war, entschied ich mich schließlich über die etwas kürzere olympische Distanz zu starten.
Am Sonntagmorgen
bin ich um ca. 7 Uhr aufgestanden und habe ein ausgiebiges Frühstück zu mir
genommen. Anschließend gegen 11 Uhr habe ich meine Triathlon Utensilien
geordnet, kontrolliert und im Auto verstaut. Nichts konnte mich jetzt noch
aufhalten das Abenteuer “olympische Distanz Triathlon “ in Angriff zu nehmen. Als
ich am Sonntag gegen 13.30 Uhr den Startbereich am Fühlinger See erreichte, waren
schon einige Tausend Triathleten die über die Langdistanz und Mitteldistanz
gestartet waren auf dem “Weg ins
Glück” (Ziel“). “Mein Weg zum Glück” sollte hingegen noch folgen.
Gegen 14 Uhr
checkte ich schließlich in die Wechselzone 1 ein und ordnete meine Ausrüstung
die ich vom Schwimmen zum Wechsel aufs Rad benötigte. So langsam machte sich
ein nicht unangenehmes Kribbeln in meinem Körper breit. Die Vorfreude
vermischte sich nun mit positiver Anspannung sowie einem Schuss Unsicherheit.
Schließlich weiß man nie, was einem bei einem solchen Rennen alles erwartet.
Pünktlich um 16.05 Uhr fiel der Startschuss. Das Spektakel konnte beginnen. Hunderte Arme pflügten unaufhaltsam auf die Wendeboje in 750m Entfernung zu. Berührungsängste darf man bei solch einem Massenstart im Triathlon nicht haben. Der ein oder andere “Feindkontakt” lässt sich da trotz des reichlichen Platzangebots auf der Regattabahn des Fühlinger See nicht vermeiden. Aber schließlich zog sich das Feld doch recht schnell auseinander.
Die Zeit verstrich und nach 33min entstieg ich immer noch gedankenverloren den grünen Fluten des Fühlinger Sees. Wieder mit festem Boden unter den Füssen schaffte ich es schließlich auch, die hartnäckigen Krämpfe aus Waden und Füßen zu schütteln. In der Wechselzone 1 galt es dann, sich zu fokussieren, schnellst möglich des Neoprenanzugs zu entledigen und fürs Radfahren fertig zu machen. Für den Wechsel benötigte ich doch recht lange 4 Minuten und 30 Sekunden. Aber nun konnte der Wettkampf beginnen.
Bei der Radstrecke musste eine Distanz von 40km zurückgelegt werden. Der Streckenverlauf führte vom Fühlinger See bis zur Deutzer Brücke in der Kölner Innenstadt, dort wurde gewendet und zurück zum See gefahren. Diese Runde galt es zweimal zu absolvieren. Als ich mich auf den ersten paar hundert Metern gemütlich auf meinem Velo eingerichtet und mich ausgiebig mit Gels und Wasser versorgt hatte, war es jetzt an der Zeit das Tempo zu verschärfen. Also übte ich gleichmäßigen Druck auf meine Rennradpedale aus. Die neu erworbenen Kräfte, die ich mir einige Wochen zuvor bei einem Radtraining in den Schweizer Bergen angeeignet hatte, schienen mich nicht zu verlassen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 35 km/h konnte ich so die ersten 20km über die Rennstrecke fliegen. Ich überholte hierbei eine Vielzahl von Triathleten, deren Stärke im Gegensatz zu mir wohl eher beim Schwimmen lag als beim Radfahren. Auf den zweiten 20 km musste ich dem hohen Anfangstempo jedoch Tribut zollen, wodurch ich auch etwas langsamer wurde. Die 40km der Radstrecke absolvierte ich schließlich in 1h 11min was immerhin noch einem 34 km/h Schnitt entspricht. Mit dieser Radleistung war ich absolut zufrieden.
Der Wechsel vom
Fahrrad auf die Laufstrecke lief zügig und ohne weitere Probleme ab.
Auf der
Laufstrecke musste eine Runde entlang des Rheins absolviert werden. Die Strecke
war schön zu laufen und absolut flach, nur die Überquerung der Deutzer Brücke
stellte eine streckentechnische Herausforderung dar. Die ersten 5km lief ich
für meine Verhältnisse in sehr zügigen 20min. Das ich dieses Tempo nicht über
die vollen 10km rennen konnte war mir bewusst, da meine 10km Bestzeit (ohne
Radfahren und Schwimmen) bei 44 Minuten lag. Mein Ziel musste es sein, dass
Tempo so lange wie möglich hochzuhalten. Dies gelang mir dann schließlich auch,
zwar bin ich wie erwartet auf den letzten 5km etwas langsamer geworden, eine
Laufzeit von 43min 30sek auf 10km belegt allerdings, dass ich alles richtig
gemacht zu haben schien. Überglücklich und zufrieden mit meiner Leistung lief
ich nach 2h 36min über die Ziellinie am Kölner Heumarkt. Am Ende wurde ich in
der Gesamtwertung 91. und 10. in meiner Altersklasse.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Cologne Triathlon Weekend ein sehr gut organisierter Wettkampf mit einer schönen Atmosphäre entlang der Strecke ist.
Ich möchte mich sehr herzlich bei POM Wonderful bedanken, dass sie es mir möglich gemacht haben, an diesem tollen Sportevent teilzunehmen.
“Danke POM”
Marc Soulier
